Berlin : Verwittert, gesplittert, verfault

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Die Kinder wollten sich austoben, Spaß haben, entspannen – und waren doch plötzlich Zeugen eines Unfalls. Damit es erst gar nicht zu Vorfällen wie auf dem Pankower Schulhof kommt, bietet die Präventionsabteilung der Unfallkasse Berlin – die für Unfälle während Gemeinschaftsaktivitäten zuständige Versicherung – Gratis-Beratungen für die 2000 Berliner Kitas und über 1000 Schulen an. „Lehrer und Eltern sollten sich an uns richten, bevor die Geräte stehen oder sie sie selbst bauen“, empfiehlt Referatsleiterin Heidelore Geitner. Denn die drei Berater kennen sich aus. So warnen sie generell vor Spielgeräten, die „auf nur einem Bein stehen“. Holzgeräte müssen regelmäßig kontrolliert werden, sie verwittern, splittern, faulen.

Auch Kombi-Spiellandschaften mit Holz und Schnüren können lebensgefährlich werden, der Kopf des Kindes kann sich verfangen. „Eine beunruhigende Entwicklung ist, dass immer mehr Kinder mit dem Fahrradhelm auf dem Kopf spielen.“ Wenn sich dieser in Maschen verfängt, wird das Kind regelrecht stranguliert. TÜV-Experte Wolfgang Rüttinger warnt darüberhinaus vor Schaukeln, auch aus Stahl, weil sie sich durchscheuern können: „Das Seil reißt, das Kind wird rücklings in die Luft geschleudert. Da kam es schon zu Querschnittslähmungen.“ Weil sich mitunter auch Vandalen über Spielplätze hermachen, sollten Seile immer einen Drahtkern besitzen, damit man sie nicht durchschneiden kann. Gefahren lauern zudem im Boden und sind für den Laien gar nicht sichtbar– feuchter Untergrund, der Geräte zum Kippen bringt. Schon deshalb sollten Spielplatz-Betreiber einmal jährlich Kontrolleure an Ort und Stelle bitten.

Weitere Tipps erteilen die Experten der Unfallkasse über Telefon 7624-0. Die E-Mail-Adresse im Internet lautet praevention@unfallkasse-berlin.de.kö ;g

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