Berlin : Viele Scherben und große Lücken im Umzug

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Der große Umzug ist vorbei. Sind Sie zufrieden, wie es dieses Jahr gelaufen ist?

Außerordentlich. Die Gruppen haben Tolles vollbracht, großartige Formationen waren dabei, auch gerade bei denen, die zum ersten Mal mitgemacht haben. Es gab viele neue Gruppen. Dann das Wetter! Vergangenes Jahr war es bis Sonntagabend zwar auch gut, aber diesmal war es noch angenehmer, nicht so heiß, und es gab kaum Wind.

Jägermeister verteilte Likör in Gläsern. Glas auf Massenevents – muss das sein?

Sicher müssen wir schauen, ob wir da nächstes Jahr was anders machen. An einigen Streckenabschnitten lag tatsächlich viel Glas herum. Es ist aber die Frage, wo das herkam. Die umliegenden Kneipen haben viel beigesteuert, die haben auch viel Lärm gemacht, manchmal mehr als der Umzug selbst.

Warum gab es zwischen den Wagen teilweise große Lücken zu sehen?

Solche Lücken wird es immer geben. Wir machen keine durchstrukturierte Militärparade. Die Gruppen bemühen sich schon, den Abstand zu halten. Aber wenn es dann spontane Tanzeinlagen gibt, entsteht natürlich eine Lücke. Das ist gar nicht zu verhindern. Aber in der Ferne sieht man ja meistens doch den nächsten Wagen.

Hat der Umzug davon profitiert, dass die Love Parade dieses Jahr ausfällt?

Schwer zu sagen. Auffällig war aber, dass es in diesem Jahr ein sehr internationales Publikum war. Die Leute sind zum Teil aus dem Ausland angereist.

Die Fragen stellte Jan-Martin Wiarda

Anett Szabó ist

Projektleiterin beim Karneval der Kulturen und organisiert den farbenprächtigen Umzug durch Kreuzberg seit der Premiere 1996.

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