Berlin : Vier Einsätze endeten tödlich

Seit der Wende wurden in Berlin bei Polizeieinsätzen insgesamt vier mutmaßliche Täter getötet.

Am 31. Januar dieses Jahres erschoss ein Berliner Polizist auf dem Bahnhofsvorplatz von Nauen einen 28-Jährigen. Dieser hatte zuvor die Scheiben einer Bushaltestelle zerschlagen. Der Polizist war außer Dienst und auf dem Heimweg. Nach Angaben der Potsdamer Staatsanwaltschaft sind die Ermittlungen gegen den 24-jährigen Beamten noch nicht abgeschlossen. Dieser beruft sich auf Notwehr. „Wir warten noch auf ein ballistisches Gutachten. Daraus ergeben sich möglicherweise Hinweise, ob es sich um Notwehr gehandelt hat“, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Das Gutachten solle spätestens im September eintreffen. Ob der Polizist wieder im Dienst ist, war gestern nicht zu erfahren.

Ende Januar 2001 erschoss ein SEK-Beamter einen Räuber im „Extra“-Markt am Anton-Saefkow-Platz in Lichtenberg. Im August 1997 tötete ein Polizist auf einem Industriegelände in Hohenschönhausen einen 35-jährigen Polen. Der mutmaßliche Einbrecher war in einem Transporter auf ihn zugefahren. Im April 1995 starb ein Tankstellenräuber in Tempelhof durch eine Polizeikugel. tabu

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