Berlin : Vier Jahre Haft für falschen Johanniter

In der Uniform eines Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe stand er vor der Tür und schlich sich in das Vertrauen seiner Opfer ein: Der 34-jährige Andreas S. bestahl und betrog in 16 Fällen Senioren. Zwischen Juli und September ergaunerte der falsche Unfallhelfer rund 30 000 Euro. Mit dem Geld habe er seine Spielsucht finanziert, gestand der wegen ähnlicher Taten vorbestrafte Angeklagte. Das Landgericht verurteilte ihn gestern zu vier Jahren Gefängnis. Der Ganove hatte früher über eine private Firma für die Johanniter geworben und wusste, dass die von ihm aufgesuchten Damen auf einer Spenderliste standen. „Als ich den Job verlor, behielt ich die Uniform einfach“, sagte der Angeklagte. Die Tarnung wirkte auf seine Opfer – das älteste 94 Jahre alt. „Sie öffneten freundlich, wir plauderten.“ Zumeist behauptete der Betrüger, dass etwas mit der Überweisung des Jahresbeitrages schiefgegangen sei. Es ließ sich EC-Karten zeigen, entlockte die PIN, plünderte Konten. K.G.

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