Berlin : Visionen von Menschlichkeit

Benefizgala im Jüdischen Museum für das Chaim Sheba Hospital in Israel

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Es gibt sicher idealere Orte für ein festliches Dinner als das Jüdische Museum. Aber es inspiriert die Redner. Der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Barak schlug in seiner Ansprache beim Benefizabend für das Chaim Sheba Hospital in Tel Hashomer manchen Bogen von den Ausstellungsgegenständen hinein ins aktuelle Israel. Höhepunkt seiner Rede war die Vision von seinem Land, wie es in zehn Jahren aussehen könnte, nach erfolgreich abgeschlossenem Friedensprozess: ein Land, in dem die Jugendlichen gerne leben und bleiben, das auf allen Gebieten an der Weltspitze mitmischt, ein Land mit hohem Lebensstandard. Auch von Camp David hat er viel erzählt, wo im Jahr 2000 die Friedensbemühungen so knapp gescheitert sind.

Bundespräsident Horst Köhler war als Begleiter seiner Frau Eva Luise gekommen, die von der ebenfalls anwesenden Christina Rau die Schirmherrschaft für das Wohltätigkeitsprojekt übernommen hat. Dieses Krankenhaus hat immer zu besonderem Engagement inspiriert. Mit nahezu 2000 Betten ist Chaim Sheba das größte Medizinzentrum im Nahen Osten, das offen ist für Juden, Muslime, Christen, Zivilisten, Soldaten. Viele TerrorOpfer sind dort versorgt worden. Auch Marianne von Weizsäcker und Christiane Herzog hatten sich bereits dafür engagiert. Eva Luise Köhler hat sich das Chaim Sheba Medical Center beim Staatsbesuch im Frühjahr ausführlich angesehen. Dass dort Medizinstudenten daraufhin getestet werden, ob sie die menschlichen Fähigkeiten besitzen, den Beruf des Arztes gut ausüben zu können, hat sie besonders beeindruckt. Gespräche mit einer jungen Mutter und einem jungen Mann, beide Opfer von Terroranschlägen, haben sie dann völlig überzeugt, mitzuhelfen beim Geldsammeln für das Zentrum. Boleslaw Goldmann, emeritierter Direktor, erklärte, warum der Spendenbedarf ständig wächst. Moderiert wurde der Abend von Sandra Maischberger, Stargast war die junge israelische Sängerin Liel, die von ihrem Vater Dan am Klavier begleitet wurde.

Unter den Gästen waren Produzent Jack White und Frau Janine, der russische Botschafter Vladimir Kotenev und Frau Maria, Protokollchef Bernhard von der Planitz und Frau Gisela. Die frühere israelische Verteidigungsministerin Dalia Rabin musste kurzfristig absagen, sandte aber eine warmherzige Grußbotschaft, die Ann-Katrin Bauknecht aus dem Vorstand des Freundeskreises vorlas. Andreas Rumbler, Chef von Christie’s Deutschland, versteigerte Schmuckstücke und Kunstwerke, zum Beispiel eine Collage von Friederike Reitz mit dem Titel „Checkpoint Charlie“ für 11000 Euro und „Viola Wittrockiana“ von Elvira Bach für 4200 Euro. Bi

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