Berlin : Vivantes: Große Pläne bis 2015

Kleinere und damit persönlichere Patientenzimmer, größere Klinikstationen, Neubauten und die Zusammenlegung von Abteilungen – diese vier Sanierungsziele des „Masterplanes 2015“ der Berliner Vivantes-Kliniken sollen in den kommenden sieben Jahren noch umfangreicher verwirklicht werden als bisher gedacht. Nachdem Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher 40 Millionen Euro Investititonsmittel für die Kliniken des Vivantes-Krankenhauskonzerns sowie für das Jüdische Krankenhaus und das Sankt-Joseph-Krankenhaus in Weißensee freigegeben hatte, werden die Karten neu gemischt. Neben den neun Kliniken bedürfen auch die zwölf Pflegeheime einer dringenden Sanierung, sagte Vivantes-Geschäftsführer Bovelet bei der Montagsrunde der Berliner Kaufleute und Industriellen im Ludwig-Erhard-Haus. Die vier hauptsächlichen Um- und Neubauvorhaben will Bovelet heute dem Aufsichtsrat vorstellen, dem Lompscher und Finanzsenator Thilo Sarrazin angehören. Auch die Komplettsanierung der Pflegeheime steht auf der Agenda.

Bovelet brachte die Missstände im Konzern aus seiner Sicht auf den Punkt: In der Vivantes-Verwaltung, in der 750 Mitarbeiter tätig sind, gebe es noch Einsparungspotenzial – „doch die Bürokratiestrukturen bei uns sind ein Hemmnis“. Im Pförtnerbereich und Fuhrpark müsste umstrukturiert werden. Der Pflegebereich hingegen sei an seiner Grenze: „Hier können wir nicht mehr sparen.“ Der Notlagentarifvertrag für die Mitarbeiter, über den Verdi zurzeit mit Vivantes verhandelt, sei mit einigen Änderungen denkbar, „bis das Unternehmen bis 2015 saniert ist“. Die engere Zusammenarbeit mit der Charité findet Bovelet sinnvoll: „Pathologie, Labor und Medizintechnik könnten zusammengelegt werden.“ liv

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