Berlin : Vivantes kann nicht am Personal sparen Verdi lehnt Verhandlungen

über Lohnverzicht ab

-

Die Verhandlungen des landeseigenen Klinikkonzerns Vivantes mit der Gewerkschaft Verdi über einen Lohnverzicht für die rund 11000 Mitarbeiter sind endgültig gescheitert. Nach TagesspiegelInformationen lehnten die Verdi-Vertreter im Unternehmen am Dienstagabend das Angebot der Geschäftsführung ab, über eine befristete zehnprozentige Lohnkürzung bei gleichzeitiger Arbeitszeitreduzierung zu reden. „Hier geht es doch nur um einen Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen auf Kosten der Belegschaft“, sagt Vivantes-Betriebsratschef Volker Gernhardt. „Dafür ist die Gewerkschaft nicht da.“

Diese Entscheidung trage weder der ökonomischen Situation von Vivantes Rechnung, noch diene sie der Sicherung von Arbeitsplätzen, sagt Personalgeschäftsführer Ernst-Otto Kock. Nun will die Chefetage den Sparkurs für das hochverschuldete Unternehmen verschärfen. Dazu zählt dem Vernehmen nach die Schließung von 35 Stationen über Weihnachten und den Jahreswechsel – von insgesamt rund 250 in allen neun Vivantes-Kliniken. Auch die nicht tariflich geregelte Abgeltung von Überstunden steht zur Disposition. Derzeit wendet das Unternehmen dafür noch pro Jahr eine Summe im unteren einstelligen Millionenbereich auf. Und schließlich werden auch betriebsbedingte Kündigungen geprüft. I.B.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar