Vivantes Klinikum : Offenbar erneut Epidemie auf Berliner Frühchenstation

Im Vivantes Klinikum Friedrichshain gibt es offenbar eine Epidemie auf der Frühchenstation: Zehn Kinder sollen sich mit einem Lungenvirus infiziert haben. Dieses Virus kann für Frühchen lebensbedrohlich sein.

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Offenbar gibt es erneut Serratien-Keime auf der Frühchenstation der Charité.
Offenbar gibt es erneut Serratien-Keime auf der Frühchenstation der Charité.Foto: dpa

Im Vivantes Klinikum Friedrichshain haben sich zehn Säuglinge mit dem Schnupfen-/Bronchitis-Virus RSV infiziert, fünf Kinder seien daran erkrankt, wie die Vivantes-Sprecherin Micha Moriceau am Sonntag bestätigte. Die Kinder liegen auf der Nachsorgestation für ehemalige Frühchen, Lebensgefahr bestehe bei keinem. Sie seien jedoch isoliert worden, auch habe man zusätzliche Hygienemaßnahmen ergriffen.
Das Respiratory-Syncytial-Virus äußert sich in laufender Nase, Husten und Atemproblemen. Für Erwachsene ist es ungefährlich. Das Virus, meist durch Tröpfcheninfektion übertragen, grassiere derzeit in der Stadt, sagte die Sprecherin.
Im Oktober war auf der Frühchen-Station der Charité bei mehreren Kindern eine Infektion mit Serratien-Darmkeimen festgestellt worden, mehrere Kinder waren erkrankt. Ein Kind starb nach einer Herzoperation, die Serratien-Erkrankung soll aber nicht Todesursache gewesen sein.

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