Berlin : Vivantes: Stabil trotz Schuldenspirale

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Die finanziellen Belastungen, mit denen die Klinik-GmbH Vivantes an den Start gegangen ist, finden bei Gesundheitsexperten ein widersprüchliches Echo. Wie Vivantes am Mittwoch bekannt gegeben hatte, betragen die Verbindlichkeiten 844 Millionen Mark, davon 465 Millionen Mark Kreditverpflichtungen. Auf der Habenseite steht ein Bankguthaben von 208 Millionen Mark und ein auf 1,7 Milliarden Mark geschätztes Immobilienvermögen. Mario Czaja von der CDU sagte gestern, das Unternehmen sei mit der weiteren Kreditaufnahme offenbar tiefer in die Schuldenspirale eingestiegen. Der Verwaltungsleiter der Charité, Bernhard Motzkus, warnt Vivantes davor, zu viel von den geplanten Einsparungen durch Umstrukturierungen zu erwarten. Positiv bewertet Klaus-Dirk Henke, Gesundheitsökonom an der Technischen Universität, die Bilanzzahlen - vor dem Hintergrund des Unternehmenskonzepts. Auch das mit den Kassen ausgehandelte Budget sei ein "großer Stabilitätsfaktor".

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