Berlin : Vom Acker gemacht: Gemüsegärtchen im Angebot

Eva Steiner
Foto: promo/Meine Ernte
Foto: promo/Meine Ernte

Der Duft von feuchter, fruchtbarer Erde. Die Befriedigung, wenn die ersten Sämlinge zu sprießen beginnen. Und dann erst der genussvolle Verzehr von selbst geernteten Radieschen, Salaten, Kartoffeln, Möhren und Erbsen.

Keine Frage, Gärtnern macht großen Spaß, doch gibt es in der Stadt nur wenige Möglichkeiten dazu. Als 2011 das Gartenprojekt „Meine Ernte“ mit mietbaren Gartenflächen in Berlin startete, waren daher die beiden Standorte in Rudow und Wartenberg rasch ausgebucht. Nur in Potsdam war es möglich, auch nach Beginn der Saison noch eine Ackerparzelle für den eigenen Gemüseanbau zu mieten. Nun wurde die Zahl der immer nur pro Saison vermieteten Gärten an den drei Standorten auf insgesamt 350 erhöht. Zwar sind die 120 Parzellen in Rudow für 2012 schon wieder komplett ausgebucht, doch im Gartenbaubetrieb Vogel in Wartenberg sind noch nicht alle 170 Gärten belegt. Am heutigen Mittwoch, 19 Uhr, findet über diesen Standort eine Informationsveranstaltung in der Gaststätte Gartenlaube im Birkholzer Weg 77 in Wartenberg statt.

Die Parzellen sind bei Übergabe Anfang Mai bereits mit 20 Gemüsesorten und einigen Blumen bepflanzt, es bleibt aber immer noch Platz für eigene Wünsche und Vorlieben. Zahlreiche Berliner Hobbygärtner, vor allem Familien mit Kindern, haben im letzten Jahr viel Zeit in den Traum vom eigenen Acker investiert. Doch für das notwendige Gießen, Jäten und Nachpflanzen soll laut Anbieter bereits ein wöchentlicher Arbeitsaufwand von etwa zwei Stunden reichen, Wasser und Gartengeräte werden gestellt. Der 45 Quadratmeter große Gemüsegarten für Singles und Paare kostet 179 Euro pro Saison, der Familiengemüsegarten mit 85 Quadratmetern 329 Euro. Regelmäßige professionelle Beratung gibt es vor Ort und auf der Anbieterseite www.meine-ernte.de. Das Angebot ist übrigens keine Alternative für aus dem Tiergarten vertriebene Brutzel-Fans: Grillen ist nicht erwünscht. Für das Glas Rotwein am Abend mit den Gartennachbarn stehen aber einige Stühle und eine Gemeinschaftsfläche zur Verfügung.

Weitere Angebote für Gartenfreunde: Nachbarschaftliche Gemeinschaftsgärten finden sich auf www.urbanacker.net und interkulturelle Gärten auf www.stiftung-interkultur.de. Im Berlin-Teil des Forums von www.guerrillagardening.org gibt es Anregungen und Kontakte zum Gärtnern direkt vor der eigenen Haustür. Wer doch lieber den Weg des klassischen Schreberns gehen möchte, kann sich auf www.gartenfreunde-berlin.de über die Berliner Kleingartenanlagen informieren. Eva Steiner

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