Berlin : Vom Airport zum Shopping-Center

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1944 wurde die Zollfreiheit von Schiffen in internationalen Gewässern auf internationale Flüge ausgedehnt. Drei Jahre später eröffnete auf dem Flughafen im irischen Shannon – damals ein bedeutender Zwischenlandeplatz im Transatlantikverkehr – der erste Duty-Free-Shop. Nach der Abschaffung der Duty-Free-Angebote innerhalb der EU wurden vom deutschen Marktführer Gebrüder Heinemann, der 135 derartige Geschäfte an internationalen Flughäfen im In- und Ausland betreibt, 1999 die Travel-Value-Läden geschaffen.

Hier können auch innerhalb der EU reisende Passagiere alle bisherigen Waren außer Zigaretten zu Discountpreisen erwerben.

Längst hat das sogenannte Retail-Geschäft die Lande- und Passagiergebühren als Renditebringer der Airports überrundet. Der Umsatz in Europa stieg 2005 nach Angaben des schwedischen Branchenanalysten Generation-DataBank um vier Prozent auf rund 8,65 Milliarden Euro. Der Löwenanteil von rund 5,38 Milliarden Euro entfiel dabei auf die Flughafengeschäfte. Weit abgeschlagen folgen der Verkauf auf Fähren und an Bord von Flugzeugen.

An den internationalen deutschen Flughäfen mit Ausnahme von Dortmund und Hannover stieg der Retail-Umsatz um rund 7,5 Prozent auf 652 Millionen Euro.

So werden die Einkaufsbereiche überall erweitert . Düsseldorf hat eine neue Shopping- und Gastronomie-Mall eröffnet, in Hamburg entsteht eine Shopping-Plaza und auch am Frankfurter Rhein-Main-Flughafen werden durch Umbauten neue Verkaufsflächen geschaffen. Hier macht der Non-Aviation-Sektor inklusive Parkhausbewirtschaftung und Miete inzwischen mehr als die Hälfte des Umsatzes aus: 53 Prozent. du-

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