Berlin : Vom Angerdorf zum Großbezirk

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Das zum Spandauer Nonnenkloster gehörende Angerdorf Lucene wird erstmals urkundlich erwähnt. Später wird aus dem Namen Lietzenburg.

1695 Baubeginn für die Lietzenburg nach Plänen von Johann Arnold Nering und Anlage des barocken Schlossgartens, den Peter Joseph Lenné ab 1818 in einen Landschaftsgarten verwandelt.

5. April 1705 Umbenennung der Lietzenburg in Charlottenburg. FriedrichI. erteilt das Stadtrecht.

1810-1812 Das Mausoleum für die 1810 verstorbene Königin Luise wird von Heinrich Gentz gebaut und später nach Schinkels Plänen erweitert.

Um 1860 ist Charlottenburg eine beschauliche Ackerbürger- und Gartenstadt. Nach der Reichseinigung 1871 steigt sie zur wohl reichsten Gemeinde Deutschlands auf.

1879-1884 Das Hauptgebäude der Technischen Hochschule Charlottenburg, heute TU Berlin, entsteht nach Plänen von Richard Lucae, Friedrich Hitzig und Julius Raschdorff.

1868-1879 Bau der neuen Strafanstalt Plötzensee, in der während der Nazizeit unzählige Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime hingerichtet werden.

1873 Die Königliche Porzellanmanufaktur zieht an den Rand des Tiergartens.

1882 Charlottenburg erhält eine Anbindung an das Berliner Stadtbahnnetz.

Ab 1883 Der 3,5 Kilometer lange und 53 Meter breite Kurfürstendamm entsteht auf Initiative des Reichskanzlers Otto von Bismarck.

1887 Nach Übernahme der Berliner Bauordnung werden in Teilen Charlottenburgs die Mietskasernviertel errichtet.

Ab 1889 Die Kurfürstendamm-Gesellschaft baut die VillenkolonieGrunewald.

1895 Weihe der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Im Krieg zerstört, wird sie 1959-1963 restauriert und erhält den Anbau von Egon Eiermann.

1894-1896 Bau des Theaters des Westens an der Kantstraße.

1898-1902 Die Königliche Hochschule der bildenden Künste an der Hardenbergstraße wird errichtet.

1899-1905 Bau des Charlottenburger Rathauses an der Otto-Suhr-Allee, das 1911-1916 erweitert wird.

1907 Zur Eröffnung des Schillertheaters werden „Die Räuber“ aufgeführt.

1907-1908 Das Charlottenburger Tor entsteht als kleineres Äquivalent zum Brandenburger Tor.

Ab 1909 Bau des „kaiserlichen“ Olympiastadions, in dem 1916 die Olympischen Spiele stattfinden sollten. Das Olympiastadion auf dem Reichssportfeld entstand von 1931 an.

1920 Durch Eingemeindung wird Charlottenburg ein Teil von Groß-Berlin.

1921 Eröffnung der Teststrecke von Charlottenburg nach Nikolassee (Avus).

1943 Das Schloss wird bombardiert und bis auf die Grundmauern zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte ab 1946.

1963-1965 Bau des 86 Meter hohen Europa-Centers nach Plänen von Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg.

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