Vom Computerspiel zum Kinofilm : Ein Roter kämpft für das Grüne

Der 20. März wurde von der UNO zum „International Day of Happiness“ erklärt. Als Botschafter besucht der "Angry Bird" Red den Zoo. Ein Glosse

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Im Dienste der Umwelt. Die „Angry Birds“ Chuck, Red und Bomb.
Im Dienste der Umwelt. Die „Angry Birds“ Chuck, Red und Bomb.Foto: Sony Pictures

Sind Sie glücklich? Das wollen wir doch schwer hoffen und falls nicht: Es wird höchste Zeit. Schließlich ist heute, wie seit 2013 an jedem 20. März, der „International Day of Happiness“. Den kennen Sie nicht? Aber die UN-Vollversammlung im fernen New York hat ihn doch schon am 28. Juni 2012 beschlossen, sogar einstimmig durch alle 193 Mitgliedsstaaten, was allein schon ein großes Glück ist.

Nachlesen kann man das in der UN-Resolution 66/281, in der das Streben nach Glück als „fundamentales menschliches Ziel“ anerkannt wird und aufgerufen wird zu einem „umfassenderen, gerechteren, ausgewogenen und nachhaltigeren Zugang zu Wachstum und Entwicklung, der das Glück und Wohlbefinden aller Menschen verbessert“. Das lässt Raum für mannigfaltigste Interpretationen und Aktivitäten, die in diesem Jahr ganz im Zeichen der Farbe Grün stehen. Kurz: Es geht um die Umwelt und speziell um den Klimawandel.

Nun hat Glück ja nicht allein eine materielle Seite, sondern ist mehr noch eine emotionale Angelegenheit und insofern ziemlich individuell. Dem einen lacht das Herz, wenn er durch grünen Tann oder unter Palmen einhergeht, dem anderen genügt ein Selfie – aber eines mit einer möglichst prominenten Person an der Seite. „Red“ zum Beispiel, dem Wüterich aus dem Mitte Mai auch bei uns zu Kinoehren kommenden Computerspiel „Angry Birds“. Seit Freitag ist er nicht länger nur ein bedenklich cholerischer Vogel, sondern auch – ja, ausgerechnet Red – grüner Ehrenbotschafter des „International Day of Happiness“, persönlich ernannt durch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon im Saal der Vollversammlung, in Anwesenheit Hunderter junger Menschen, der Produzenten des Films und einiger US-Synchronsprecher. Die Hoffnung des Generalsekretärs: Red möge die Menschen darauf aufmerksam machen, „wie wichtig es ist, sich mit dem Klimawandel zu befassen, um eine sicherere, nachhaltigere und glücklichere Zukunft für alle zu schaffen“.

Und das Selfie mit Red? Heute um 9.30 Uhr vor dem Brandenburger Tor möglich, wo Red mit seiner neuen UN-Botschafter-Schärpe posiert. Und dann zwischen 11 und 13 Uhr bei einer vom Verleih Sony Pictures für Zoobesucher unter anderem am Elefantentor, im Giraffenhaus und bei den Flusspferden organisierten Familienaktion, an der auch Reds Gefährten teilnehmen, der fixe „Chuck“ und der stets für Überraschungen gute „Bomb“. Es gibt Schminken à la Angry Birds, Basteln mit Eiern, allerhand Unterhaltsames zum Thema Umwelt, Kostüme für Erinnerungsfotos liegen bereit, am Glücksrad gibt es Preise – und natürlich, wenn man schon da ist, wäre es auch eine tolle Möglichkeit, mal wieder die „Happy Birds“ des Zoos zu besichtigen.

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