Berlin : Vom Flash zum Koma

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Zahlreiche Partydrogen kursieren – mit unterschiedlichen Wirkungen und Risiken.

Einmal von Alkohol und Nikotin abgesehen, ist Gras (Marihuana, Haschisch, Cannabis) die Partydroge Nummer eins. Der chemische Wirkstoff von Gras ist Tetrahydrocannabinol. Die Substanz stammt aus der Cannabispflanze und beruhigt, macht müde, träge. Die Gefahren: Cannabis kann Schizophrenie auslösen und erhöht das Risiko von Depressionen. Cannabis wirkt auf das Gehirn, wo es, wie auch GHB, unter anderem jene Zentren aktiviert, die uns Lustgefühle bescheren.

An zweiter Stelle kommt Ecstasy , das ebenfalls aufs Hirn wirkt. Ecstasy ist chemisch ein Verwandter der Amphetamine . Es sorgt dafür, dass sich im Hirn der Botenstoff Serotonin anreichert. Man fühlt sich entspannt, geborgen, eins mit anderen. Eine Gefahr von Ecstasy ist die „Hyperthermie“ – der Körper erhitzt sich, der Kreislauf bricht zusammen. Außerdem drohen Hirnschäden . Eine Studie an Affen ergab, dass die Einnahme von Ecstasy bereits über einen Zeitraum von nur wenigen Tagen zu langfristigen Nervenschäden führt.

Ketamin , in der Szene auch Vitamin K genannt, wird in der Medizin als Narkosemittel eingesetzt. Es wirkt außerdem schmerzstillend. In moderaten Dosen führt es zu Halluzinationen, in höheren kann es zu Gedächtnisverlust , Depressionen und Atemstillstand kommen. Ketamin wirkt an diversen Stellen im Gehirn und verursacht nicht selten albtraumähnliche „Horrortrips“.

Schließlich gibt es noch die Poppers – so lautet der Jargon für eine Gruppe von Drogen, die vor allem in der Schwulenszene kursieren. Poppers bestehen aus Substanzen (wie Amylnitrit), die eine gefäßerweiternde und muskelentspannende Wirkung haben. Die psychische Wirkung ist sehr kurz, beruht auf Sauerstoffmangel im Gehirn und wird als „Flash“ beschrieben. Poppers können zu Übelkeit führen, eine Überdosis kann ein Koma auslösen.

Übrigens: Abgesehen von Alkohol und Nikotin sind alle diese Drogen verboten. bas

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