Berlin : Vom Indianer zu Peer Gynt

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Benefizkonzert. Zum 75. Jubiläum der Jesus-Christus-Kirche in Dahlem gibt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) am 10. Dezember dort um 17 Uhr ein Benefizkonzert zugunsten der Welthungerhilfe. Marek Janowski dirigiert die „Metamorphosen“ – eine Studie für 23 Solostreicher von Richard Strauss – und die Gran Partita, eine Bläserserenade von Mozart. Karten für das Konzert in der Hittorfstraße 21: montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr beim Besucherservice des RSB, Charlottenstraße 56 in Mitte, und unter Tel. 202 987 15. hema

Weihnachtsbaumsuche. Am 10. Dezember kann man sich im Botanischen Garten an einer „Weihnachtsbaumsuche im Japanrevier“ beteiligen. So heißt die Führung zu japanischen Nadelgehölzen. Treffpunkt ist um 14 Uhr vor dem Eingang in der Königin-Luise-Straße in Dahlem. Eintritt: 2,50 Euro plus Kombiticket Museum/Garten (normal 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro). hema

Eislaufsterne in spe. Auf der Eisbahn auf dem Bebelplatz stellen sich morgen, 16 Uhr, „Berliner Eissternchen“ vor. Mit diesem Schaulaufen am 7. Dezember (auch am 14., 21. und 28. Dezember sowie am 4. Januar, jeweils 16 Uhr) will der Nachwuchs aus Berliner Eislaufvereinen bei den Zuschauern die Lust auf diese Sportart wecken. hema

Visconti in Kreuzberg. Anlässlich des 100. Geburtstags des 1976 verstorbenen Regisseurs Luchino Visconti zeigt das Schwule Museum eine Hommage. „Visconti“ kann man bis zum 5. März 2007 am Mehringdamm 61 besuchen – täglich außer dienstags von 14 bis 18 Uhr, sonnabends bis 19 Uhr. Führungen nach Anmeldung jeweils mittwochs ab 19 Uhr. Tel. 6959 9050. hema

Berliner Weihnachtscircus. Der Berliner Circus Voyage gastiert als „Berliner Weihnachtscircus“ vom 21. Dezember bis 7. Januar 2007 am Olympiastadion – mit russischen Star-Artisten und über 80 Tieren, darunter auch Rentiere. Kartentelefon: 0171-473 0726. hema

Lügen? Ein hässliches Wort für die Erzählungen, mit denen sich Peer Gynt seine Existenz schönredet. Der Vater ein Säufer, die Mutter eine überfürsorgliche Glucke, das eigene Leben eine Aneinanderreihung von Tiefschlägen: Da muss man einfach eine eigene Sicht auf die Dinge entwickeln. Etwa indem man die heruntergekommene Behausung, in der die Familie lebt, zum funkelnden Palast verklärt.

Auch Robert Stadlober flüchtete in seiner Kindheit gerne in eine Fantasiewelt. „In der war ich Indianer.“ Dass er dafür viel zu blond und blauäugig war, spielte keine Rolle. Deshalb musste er nicht lange zögern, als ihm die Rolle des Peer Gynt in der Verfilmung des Dramas von Henrik Ibsen angeboten wurde. Auf Usedom stand er für die Fernsehproduktion vor der Kamera, unter anderem mit Karoline Herfurth . Gemeinsam stellten sie den Film von Regisseur Uwe Janson gestern im Sony-Center am Potsdamer Platz vor.

Die Dreharbeiten mit Stadlober seien sehr lustig gewesen, erzählt Karoline Herfurth. Zuletzt war sie als Mirabellenmädchen in „Das Parfüm“ zu sehen – und wurde dafür sehr gelobt. Für die Berlinerin ergibt sich daraus kein Erfolgsdruck: Sie konzentriere sich immer auf ihre Arbeit. So auch Robert Stadlober. Für ihn geht mit der Verkörperung des Peer Gynt ein Traum in Erfüllung. „Ich habe das Stück mit 16 in Hamburg gesehen. Danach wollte ich Schauspieler werden und diese Rolle spielen.“ Mit der habe er mittlerweile nicht mehr so viel gemein: „Ich bin heute realistischer.“ Das meint er ganz ehrlich. hey

„Peer Gynt“: Arte, 13.12., 22.40 Uhr

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