Berlin : Vom Komödienhaus zum Nationaltheater

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Die Stadt macht sich. Aber das sieht man dem „Grundriss der Königl. Residenzstädte Berlin“, gezeichnet 1792 von Daniel Friedrich Sotzmann, nicht ohne weiteres an. Rund 150 000 Einwohner gibt es mittlerweile, doch noch immer beschränken sich die Außenmaße Berlins weitgehend auf die vom Soldatenkönig geschaffene Zollgrenze. Der Wandel des Stadtbilds unter der Regentschaft seines Sohnes Friedrich II. liegt mehr im Detail. 1740 wurde der Bau des Opernhauses Unter den Linden angeordnet, als erster Schritt zum Forum Fridericianum. Auch St. HedwigsKathedrale, Kommode und Prinz-Heinrich-Palais (heute Humboldt-Universität) sind im Plan verzeichnet. Auf dem Gendarmenmarkt sind die Grundrisse von Deutschem und Französischem Dom zu erkennen, das Gebäude dazwischen ist das alte französische Komödienhaus, das 1800/02 durch den Neubau von Carl Gotthard Langhans ersetzt wurde. Sein Nationaltheater brannte 1817 ab, es folgte Schinkels Schauspielhaus. Von Langhans wurde auch das neue Brandenburger Tor (1789-1791) entworfen. Im Jahr 1792, aus dem die (wie üblich nach Norden ausgerichtete) Karte stammt, leitete der Baumeister den Ausbau der Landstraße nach Potsdam zur ersten befestigten Chaussee Preußens. Aus dem ersten Teilstück wurde die Potsdamer Straße. ac

Nächste Folge am 11. Dezember: der Stadtplan von 1857. Alle Karten sind ab 13. Dezember in der Tagesspiegel-Geschäftssstelle, Potsdamer Straße 81-83 in Tiergarten, zu kaufen, in Kunstdruckqualität und ungefaltet. Ein kleiner Plan (A 3) kostet 5 €, ein großer (A 1) 8 €. Info-Tel. 030-26009 - 514

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