Berlin : Vom Moabiter Werder bis zum Bundesrat

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FAST FERTIG

Wer auf der Schlossbrücke steht und dem Abriss des Palastes der Republik zuschaut, ahnt nicht, dass dies zur „Entwicklungsmaßnahme Hauptstadt Berlin – Parlaments- und Regierungsviertel“ gehört. Auch die (noch unfertigen) Plätze vor dem Hauptbahnhof gehören zum großen, gemeinsamen Projekt, das der Bund und Berlin seit 1994 gemeinsam finanzieren. Bis 2009 soll alles fertig sein. Ein Park auf dem Friedrichswerder, der neue Petriplatz an der Gertraudenstraße. die Gestaltung des Alexanderufers und die Erneuerung der Rathausbrücke sind noch in der Planung.

WAS LANGE WÄHRT…

Für die städtebauliche Entwicklung der Hauptstadt stehen 579,8 Millionen Euro zur Verfügung. Bisher wurden erst 400 Millionen Euro ausgegeben. Grundlage ist eine Verwaltungsvereinbarung vom 10. Mai 1994, nach der sich Berlin zu 36 Prozent an den Kosten beteiligt. Das Kanzleramt und die Bundestagsbauten im Spreebogen, der Moabiter Werder und das Bundespräsidialamt, die Dorotheenstadt und die Ministergärten, der Schlossplatz, der Friedrichswerder, die Bundesministerien und der Bundesrat wurden im Rahmen der Entwicklungsmaßnahme neu errichtet, gestaltet oder saniert.

EIN BEISPIEL

Ein besonderer Anziehungspunkt für Touristen, aber auch für Berliner ist die Spreebogenpromenade geworden, die freie Sicht auf die großen, neuen Bundesbauten gewährt. Sie sind 1992/93 aus einem internationalen städtebaulichen Ideenwettbewerb hervorgegangen. Über 800 Entwürfe wurden damals eingereicht. Erste Preisträger wurden die Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank mit dem Konzept eines in die Flusslandschaft gestellten Bandes von Parlaments- und Regierungsbauten, das den Ost- und Westteil Berlins symbolisch zusammenführt. za

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