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Vom Potsdamer Platz nach Hamburg : Udo-Lindenberg-Musical zieht von Berlin auf die Reeperbahn

Im Sommer ist Schluss am Potsdamer Platz, dann zieht das Ost-West-Musical weiter. Was aus dem Theater am Potsdamer Platz werden soll, ist weiterhin völlig ungewiss.

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Tschüs, Berlin.
Tschüs, Berlin.Foto: picture alliance / dpa

Jetzt behaupten sie natürlich, dass die Show sowieso viel besser an die Alster passt: Ursprünglich sollte „Hinterm Horizont“, das Musical mit den Songs von Udo Lindenberg, in Hamburg herauskommen; das sagte der Regisseur des Stückes, Ulrich Waller vom St. Pauli Theater, dem NDR. Dann aber wollte der Panikrocker das Stück doch lieber in der Hauptstadt sehen, wo ja auch ein Großteil der Handlung spielt.

Und es wurde hier ein echter Dauerbrenner: Mehr als 2000-mal ist „Hinterm Horizont“ seit Januar 2011 im Theater am Potsdamer Platz gezeigt worden. Wenn am 28. August der letzte Vorhang in Berlin gefallen ist, wird das Bühnenbild nun also an die Reeperbahn verfrachtet. Am 10. November startet die Show dann im Operettenhaus am Spielbudenplatz. Und zwar in einer hanseatisch überarbeiteten Fassung: Zur Kulisse wird beispielsweise das Atlantic-Hotel gehören, jene Nobelherberge, die seit zwei Jahrzehnten Udo Lindenbergs Zuhause ist.

Was aus Theater wird ist unklar

Was aus dem Theater am Potsdamer Platz werden soll, ist dagegen weiterhin völlig ungewiss. Der Musicalkonzern Stage Entertainment behauptet, in seinem Portfolio kein einziges Stück zu haben, das erfolgversprechend in dem von Stararchitekt Renzo Piano errichteten 1750-Plätze-Haus im Herzen der deutschen Hauptstadt gezeigt werden könne.

Darum wird der Spielbetrieb gleich ganz eingestellt. 100 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen, derzeit versucht der Betriebsrat, annehmbare Bedingungen für die Belegschaft auszuhandeln. Da Stage Entertainment aber noch bis 2022 Pächter des Gebäudes ist, hat die holländische Zentrale die deutsche Sparte des Unternehmens angewiesen, Ideen für eine gewinnbringende Umnutzung zu entwickeln.

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