Von Brandenburg nach Afrika : Potsdam hat eine Städtepartnerschaft mit Sansibar-Stadt

Erste Kontakte knüpften die Städte schon 2006. Die Partnerschaft soll neben wirtschaftlichen Vorteilen auch den Bürgern, Studenten und Schülern nutzen.

Meerzugang, wie hier in Sansibar, gibt es in Potsdam zwar nicht. Beide Städte gehören aber zum Weltkulturerbe.
Meerzugang, wie hier in Sansibar, gibt es in Potsdam zwar nicht. Beide Städte gehören aber zum Weltkulturerbe.Foto: dpa

Brandenburgs Landeshauptstadt hat jetzt eine Städtepartnerschaft mit Sansibar-Stadt. Die ersten Kontakte zur Hauptstadt des teilautonomen Teilstaates, der zum ostafrikanischen Tansania gehört, wurden schon 2006 geknüpft. Damals beschlossen die Potsdamer Stadtverordneten, eine Partnerschaft mit einer Stadt in einem Entwicklungsland einzugehen.

„Die Wahl fiel schnell auf Sansibar“, sagte Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Bei der Unterzeichnung einer Klimapartnerschaft im Jahr 2014 traf er seinen Amtskollegen Abdulrahaman Khatib erstmals. „Wir waren uns einig, dass Potsdam und Sansibar wunderbar zusammenpassen“, sagte Jakobs. Im November 2016 hatte die Stadtverordnetenversammlung dann einer Städtepartnerschaft zugestimmt.

„Ich bin zu Hause als stolzer und geduldiger Mann bekannt. Doch wenn es etwas gibt, auf das ich ungeduldig gewartet habe, ist es die Unterzeichnung zwischen unseren beiden Städten“, sagte jetzt Khatib beim Festakt anlässlich der Unterzeichnung der Partnerschaft. Diese solle nicht nur wirtschaftliche Vorteile bringen, sondern bis in die Zivilgesellschaft hineinreichen, die Bürger, Studenten, Schüler und Sportler der Städte miteinander verbinden. „Die Partnerschaft könnte ein Vorzeigemodell werden für das, was zwischen unseren beiden Städten alles möglich sein kann“, sagte Khatib.

Die beiden Städte haben einige Gemeinsamkeiten. Beide gehören zum Unesco-Weltkulturerbe und pflegen eine enge Verbindung zum Film. Sansibar-Stadt veranstaltet seit 1997 das Zanzibar International Film Festival (ZIFF). Im Juli wird der Vertrag noch einmal in Sansibar unterzeichnet. Am Sonnabend wurde dann noch gemeinsam mit der Delegation aus Afrika und dem Geschäftsführer der Potsdamer Verkehrsbetriebe, Martin Grießner, eine Straßenbahn auf den Namen Sansibar getauft.

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