Berlin : Von der Demo zur weltgrößten Party

150 Tänzer waren beim ersten Mal dabei, 1999 kamen eine Million

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1989: Zur ersten Love Parade laden Matthias Roeingh alias DJ Dr. Motte und die Seinen auf die Paradestrecke über Tauentzienstraße und Kurfürstendamm. Ihre Idee ist die einer OpenAir-Party auf der prestigeträchtigen Kreuzung vor dem Café Kranzler, getarnt als politische Demonstration. Zum Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“ kommen 150 Tänzer.

1990: Berauscht vom Erfolg kommen zur zweiten Parade nach dem Motto „The Future is Ours“ schon 2000 Tänzer.

1993: Die fünfte Love Parade zieht bereits 30000 Raver an.

1994: Auf der angestammten Paradestrecke wird es eng. Über 150000 Raver drängeln sich in der West-City.

1995: Die Love Parade wechselt die Route. Statt über den Kurfürstendamm ziehen die Techno-Trucks nun über die Straße des 17. Juni durch den Tiergarten. 300000 Tänzer sind dabei. Innensenator Heckelmann (CDU) droht erstmals, den Status als politische Demonstration abzuerkennen. Die Veranstalter müssten also für die Reinigungskosten selber aufkommen. Im Streit mit dem Senat bleibt aber der Status als Demo erhalten.

1999: Die Love Parade hat mit einer Million Teilnehmer ihren Zenit erreicht. Die Kritik von Umwelschützern wegen der Schädigung des Tiergartens nimmt immer mehr zu.

2001: Nach einem Rechtsstreit bis vor dem Bundesverfassungsgericht geben sich die Veranstalter geschlagen: Der Status als Demo ist weg, die Kosten müssen sie selber decken. oew

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