Berlin : Von der Magie der Musik

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„Blaue Männer“ laden ein. Mit einem Tag der offenen Tür beteiligt sich die „Blue Man Group“ am 18. September am Weltkindertagsfest, das das Deutsche Kinderhilfswerk auf dem Potsdamer Platz veranstaltet. Zwischen 11 und 17 Uhr kann man im Theater am Potsdamer Platz die Welt der „Blauen Männer“ kennen lernen. Unter anderen gibt es ab 12 Uhr im Theatersaal stündlich eine „Special- Show“. hema

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Lange Nacht im Tierpark. Am 16. September kann man im Tierpark Friedrichsfelde nach der normalen Schließzeit noch lustwandeln – zur Langen Nacht von 20 bis 24 Uhr. Der Park ist dazu auf allen Wegen beleuchtet. Wer sich von Tierparkdirektor Bernhard Blaszkiewitz durch die Schlangenfarm führen lassen möchte – Treffpunkt dazu ist um 20 Uhr 15 an der Schildkrötenanlage. Die Tierpark-Kassen sind von 19 Uhr 30 bis 21 Uhr 30 geöffnet, Erwachsene zahlen 7,50 und Kinder 4 Euro. hema

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Deutsch-japanischer Comic-Austausch. Seit drei Jahren arbeiten die Künstlergruppen Moga Mobo (Berlin) und Nou Nou Hau (Tokio) zusammen. Sie verbinden Comics, Illustrationen, Puppenspiel, Performance, Animation und Film miteinander. Kürzlich zeigten beide ihre Arbeiten bei einer Ausstellung in Tokio. Dazu gehört eine gemeinsam gezeichnete Bildgeschichte, kombiniert mit dreidimensionalen Objekten. Im kommenden März soll die Schau auch in Berlin zu sehen sein. Einen ersten Einblick in die Arbeit der beiden Gruppen, die Teil des offiziellen Kultur-Programms von „Deutschland in Japan 2005/2006“ ist, gibt der Katalog zur Schau. Den stellt die Moga-Mobo-Crew, die sich bislang vor allem durch das Verteilen von Gratis-Comics einen Namen gemacht hat, am morgigen Sonnabend vor. Release-Party ab 20 Uhr im Weltempfänger, Anklamer Straße 27, Mitte. Katalog 15 Euro, erhältlich u.a. im Internet unter www.mogamobo.com. lvt

Da konnten die Models noch so schick angezogen sein: Bei der Modenschau „MTV Designerama“ in der Arena waren die meisten Augen auf Westbam gerichtet. Der Berliner DJ spielte mit seiner neuen Live-Band, während junge Designer ihre Kollektionen auf dem Laufsteg präsentierten. Im Publikum: Schauspielerin Heike Makatsch , DJ-Kollege Paul van Dyk und Popautor Benjamin von Stuckrad-Barre . Letzterer kürte Westbam prompt zum „größten Deutschen überhaupt“, der Berliner Elektro-Musiker K-Paul gab hinterher zu, vor lauter Westbam „nicht viel von der Modenschau mitbekommen“ zu haben. Westbam selbst übrigens auch nicht – „schließlich musste ich doch arbeiten“. sle

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„Lasst uns zurück nach vorne sehen“, gab Intendant Wolfgang Rumpf die Marschrichtung vor, und seine Kabarettisten von der „Kneifzange“ mit dem umwerfenden Klaus Zeim an der Spitze legten sich mächtig ins Zeug. Im Russischen Haus in der Friedrichstraße gab es eine Geburtstagsgala zum 50. Jahrestag des Kabaretts, dessen Gründer Horst Heller daran erinnerte, wie die Spaßtruppe von der Plan- in die Marktwirtschaft geraten war. Hier spielt sie seit 1993 im Russischen Haus, derzeit „Unheilbar gesund“ und „Verarscht nach Quoten“. Zum Jubiläum fehlte leider ein satirischer Rückblick. Die Kneifzange war einst als Teil des Erich-Weinert-Ensembles das Kabarett der NVA. Lo.

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„Musik verleiht innere Sicherheit“, das war ein vergleichsweise nüchterner Satz, in der überraschend poetischen Laudatio, die Innenminister Otto Schily auf den Dirigenten Justus Frantz und seine Philharmonie der Nationen im Konzerthaus am Gendarmenmarkt hielt. Anlass war die Verleihung des Würth-Preises der Jeunesses Musicales. Der Unternehmer Reinhold Würth pries in einer vorbildlich kurzen Ansprache die Musik als Mittel zur Teamförderung: „Es geht nicht, wenn nicht alle begeistert an einem Strang ziehen.“ Bevor es die 2. Sinfonie von Johannes Brahms zu hören gab, hob Otto Schily, der stolz berichtete, wie er selber mal das Orchester dirigieren durfte, richtig ab: „Musik ist die geistigste der schönen Künste und kann sogar die Tore zum Himmel öffnen.“ Bi

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