Berlin : Von der Probefahrt nie zurückgekehrt

kf

Der 21-Jährige war ein treuer Leser der "Zweiten Hand". Nur nutzte Frank K. die Angaben auf untraditionelle Weise: Er verabredete sich mit den Inserenten, um sie mit seiner Gaspistole auszurauben. Nachdem der junge Mann sein Opfer in dessen Wohnung gefesselt hatte, räumte er die Wohnung aus. Er ließ laut Anklage unter anderem Videogeräte, Bargeld und Hifi-Recorder mitgehen. "Das stimmt so alles", sagte Frank K. gestern im Landgericht.

Zweimal meldete sich der Jugendliche auf Fahrrradverkaufsanzeigen. Für die "Probefahrt" hinterlegte er als Sicherheit einen gestohlenen Ausweis und kehrte mit dem über 6000 Mark teuren Rad nie zurück. Eigentlich wollte er seine Raubzüge seit Längerem einstellen, sagt Frank K. "Das belastet einen nämlich ziemlich stark." Doch dann habe er "einen Knock-Out" gehabt und einen Bekannten in den Keller gelockt. Acht Stunden soll Frank K. den angeketteten Jungen mit einem Elektroschockgerät mißhandelt haben - weil dieser für ihn nun Räder stehlen sollte. Frank K. gibt sich reumütig. "Ich wollte nicht, dass das passiert."

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