Berlin : Von Kindern für Kinder: Junge Friedrichshainer erstellten Freizeitkarte ihres Bezirks

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Die Ehre kam Jugendstadtrat Joachim Kohl (CDU) zu: Er durfte unter den Augen der Kinder den glasierten süßen Stadtplan feierlich mit dem Messer zerteilen. "Friedrichshain" stand auf dem Kuchen, die Bezirksgrenzen waren von geschickten Händen mit Zuckerguss darauf gezeichnet worden. Eigentlich aber war Kohl in die Jugendfreizeiteinrichtung "Känguruh" gekommen, um einen "richtigen" Stadtplan vorzustellen - hergestellt von Kindern für Kinder.

Eingezeichnet sind auf der bunten Karte neben Sportplätzen, Bibliotheken und Schwimmbädern auch zwei betreute Abenteuerspielplätze. Auf der Rückseite sind nützliche Adressen für Eltern und Kinder abgedruckt. Das Besondere an dem Stadtplan ist, dass die Kinder selbst bestimmen konnten, was darauf zu finden sein sollte. 1998 fand dazu ein "Stadtspiel" zur Erkundung des flächenmäßig kleinsten Berliner Bezirks statt.

Auch bei der grafischen Gestaltung waren die Kinder beteiligt: Die Piktogramme auf dem Plan wurden von ihnen gestaltet. Bei der Karte selbst half dann das Vermessungsamt - "mit viel Geduld", lobte Jana Hunold-Labuhn vom Amt für Jugend- und Familienförderung. Sie hofft, dass die Karte auch den Friedrichshainer Eltern neue Anregungen gibt, "wohin man am Wochenende mit den Kindern hingehen kann."

Stadtrat Kohl sah sich schon im Vorfeld der Präsentation des Stadtplans einer großen Nachfrage gegenüber: "Wir müssten uns schon ab morgen auf die Suche nach neuen Sponsoren machen." Die erste Auflage von 2500 Stück ist zum überwiegenden Teil von Friedrichshainer Unternehmen finanziert worden.Der neue "Kinderstadtplan Friedrichshain" ist gratis erhältlich beim Amt für Jugend- und Familienförderung, Frankfurter Allee 35/37, Aufgang A, Zimmer 3113, jeweils zu den Sprechzeiten montags, dienstags und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr.

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