Berlin : Von Spenden und Sorglos-Fonds

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DER SKANDAL

Mit der Immobilienfirma Aubis begann der größte Finanzskandal der Berliner Nachkriegsgeschichte. Mit Hilfe der Berlin Hyp hatte Aubis in den 90er Jahren in ostdeutschen Städten Plattenbausiedlungen gekauft. Die Inhaber Wienhold und Neuling spendeten der Berliner CDU 40 000 D-Mark. Das Geld überreichte Wienhold dem damaligen CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky in bar. Die umstrittenen Kredite der Bankgesellschaft und die Spende lösten 2001 den Bankenskandal aus. Die große Koalition zerbrach.

DIE PROZESSE

Laut Anklage sollen die 13 früheren Manager der Berlin Hyp für die Vergabe unzureichend gesicherter Kredite von rund 235 Millionen Euro an die Immobilienfirma Aubis verantwortlich sein. Nach Ansicht der Ermittler wurde nicht nur gegen Gesetze verstoßen. Es seien veraltete Unterlagen verwendet und Risiken nicht berücksichtigt worden. Insgesamt soll dem Vermögen der Berlin Hyp, einer Tochter der landeseigenen Bankgesellschaft, eine Gefährdung in Höhe von 75 Millionen Euro entstanden sein.

DIE BILANZ

Insgesamt hat die Berliner Staatsanwaltschaft 16 Anklagen im Zusammenhang mit dem Bankenskandal erhoben – zum letzten Mal im April. Die Anklage wirft dabei dem früheren Chef der LBB-Fondsgesellschaft Manfred Schoeps, dem Ex-Berlin-Hyp-Chef Klaus Landowsky und neun weiteren Entscheidern im Zusammenhang mit den Sorglos-Fonds Untreue vor. kf

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