Von Tag zu Tag : Affentanz

Ulrich Zawatka-Gerlach befürchtet, dass Berlin-Brandenburg verwildert

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Die parlamentarische Sommerpause geht zu Ende, obwohl der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit noch eine Woche Urlaub hat. Auf ihn warten tierische Probleme, und es sieht ganz so aus, als wenn nur die Grünen auf jene Fragen, die uns alle bewegen, eine Antwort finden. Wie groß müssen Gehege im Zoologischen Garten sein und soll aus dem Tierpark Friedrichsfelde ein Safarigelände werden? Wer schützt die Mäusebussarde und Seeadler in Berlin vor einer Bleivergiftung, weil sie schrotverseuchte Kleintiere fressen? Und wer verbietet endlich, dass traurige Tiger im Zirkus durch brennende Reifen springen oder depressive Elefanten auf einem Bein balancieren? Gleich am Montag wird der Umweltausschuss des Abgeordnetenhauses darüber diskutieren, auf Antrag der Grünen. Der Zoodirektor kommt persönlich. Angesichts der schlimmen Lage in Berlin können wir froh sein, dass die Länderfusion mit Brandenburg auf sich warten lässt. Dort heulen die Wölfe und reißen Lämmer, Waschbären und Rothirsche überfluten das Land. Hinter jedem Busch sitzen heimtückische Marderhunde. Was soll nur werden, wenn Rot-Rot in Berlin und Potsdam noch lange weiterregiert?

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