Von Tag zu Tag : Alles ist möglich

Klaus Kurpjuweit ist gespannt, was aus den Berliner Taxifahrern wird

Klaus Kurpjuweit

Ach ja, Taxifahrer. Berliner Taxifahrer! Mögen wir sie nicht alle? Man trifft sie durchaus noch, jene Fahrer, die nur reden, wenn man sie dazu auffordert, die sofort wissen, wo die kleine Nebenstraße liegt, zu der man sich bringen lassen will, und die dann auf der Fahrt auch noch die kürzeste – und billigste – Route wählen. Nur dumm, wenn man viel zu häufig mit Kutschern fahren muss, die nicht mal grüßen, die nur zugucken, wie man sein Gepäck verstaut oder aus dem Kofferraum wuchtet, die einfach drauflos quatschen und sauer sind, wenn man sie bittet, ein offenes Fenster zu schließen, am Ende der Fahrt nicht mal ausreichend Wechselgeld in der Kasse haben und vom Bezahlen mit Kreditkarten nie etwas gehört haben. Versuche, hier etwas zu verbessern, haben in der Vergangenheit nicht viel gebracht. Das will jetzt die Flughafengesellschaft in die Hand nehmen. Nur wer die vorgegebenen Qualitätskriterien erfüllt, darf noch zum Flughafen Tegel fahren. Englisch soll er sprechen können, der ideale Taxifahrer, mit einem sauberen Auto soll er unterwegs sein, und Kreditkarten soll er akzeptieren. Das wird spannend: Entweder der klassische Berliner Taxifahrer verschwindet – oder es gibt überhaupt keine Taxis mehr am Flughafen. Möglich ist alles.

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