Von Tag zu Tag : Arm, aber süß

Stefan Jacobs krault der Naschkatze das Fell

Was haben die Feuerwehr und die Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände gemeinsam? Sie sind alarmiert. Nein, es geht nicht um Sodbrennen; das wird ja erst zu den Festtagen aktuell.

In einer Umfrage hat der Apothekerverband ermittelt, dass 27 Prozent der Berliner täglich Süßigkeiten essen, was deutscher Rekord ist. Es liegt also nicht nur an der BVG, dass es in der U-Bahn immer enger wird. Alarmiert ist der Apothekerverband aber nicht wegen der Berliner Hüftgoldreserven, sondern wegen der Haushalte mit Kleinkindern: In 30 Prozent davon werde täglich genascht. Ob es die Eltern tun oder die Kinder, verschweigen die Apotheker leider, aber ihre Erkenntnis dürfte auch die Bundesvereinigung der Adventskalenderverbände alarmieren: In 70 Prozent der Haushalte mit Kleinkindern wird nicht täglich ge nascht. Bonjour tristesse.

Sollte Knut demnächst also emigrieren, sind wir immerhin noch Hauptstadt der Naschkatzen. Ein Goldbär im Stadtwappen wäre ein schönes Symbol dafür. Wer übrigens im Urlaub dicke Freunde sucht, sollte Thüringen meiden: zehn Prozent Naschquote, letzter Platz.

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