Von Tag zu Tag : Aufgeblasen

Andreas Conrad könnte beim Weitwurf von Weihnachtsbäumen jederzeit siegen

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Eine beachtliche Leistung, fast olympiareif! 11,80 Meter schaffte der Sieger bei den gestrigen Deutschen Meisterschaften im WeihnachtsbaumWeitwurf, ausgetragen wie üblich in der nordbrandenburgischen Revierförsterei Gadow. Eine 1,50 Meter große Fichte diente als Wurfgeschoss, die einige der knapp 100 Teilnehmer wie einen Speer von sich schleuderten, während andere die Hammerwurftechnik bevorzugten. Eine Veranstaltung mit Hindernissen: tropfnasse Bäume, vermatschte Anlaufstrecke, Gegenwind – kurz: verbesserungsfähig. Vor allem wäre die Beschränkung auf Fichten mit Normalmaß aufzugeben. Jeglicher Weihnachtsbaum sollte möglich sein, selbst solch ein aufgeblasenes Gebilde wie an der Gedächtniskirche, von dem ja viele sagen, es wäre zum Wegwerfen besonders gut geeignet. Es dürften sich allerdings neue Probleme stellen. Selbst zusammengefaltet ergäbe der Baum ein unhandliches Paket, als Wurfgeschoss allenfalls für Obelix geeignet, nicht für Menschen ohne Zaubertrank. Allerdings, muss man es falten? Gewiss sagen die Wettbewerbsregeln nichts über das Innere des Baums, mit einer somit zulässigen Helium-Füllung wäre er über zuvor unvorstellbare Weiten zu stoßen – vorausgesetzt, es herrscht kein Gegenwind.

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