Von Tag zu Tag : Bärlin

Andreas Conrad könnte auch manches Lied von der Stadt der Tiere singen

Andreas Conrad

Wer hat nicht schon diese Stadt besungen, ihr Loblieder geschrieben oder komponiert: Paul Lincke, Walter Kollo, Leonard Cohen, David Bowie, Ideal, die Gropiuslerchen, in neuerer Zeit Seeed, Sido – jeweils in ihrer Manier. Sicher war der eine oder andere Tierfreund darunter – und doch, das hat uns noch gefehlt: „Stadt der Tiere“, der offizielle Tierheimsong der Gruppe Straight Ahead, gestern vorgestellt, gewiss der Höhepunkt eines Tages der offenen Tür. Eines der Bandmitglieder absolviert derzeit im Tierheim sein Freiwilliges Ökologisches Jahr – ein Berufener also, aber sind wir das nicht irgendwie alle? Hätte nicht jeder von uns ein Lied zu singen von Berlins Tierleben in all seinen Facetten? Allen voran die Ratten, die vierbeinigen wie die mit Flügeln, auch Tauben genannt. Weiter die Hunde, die uns auf Schritt und Tritt verfolgen, das heißt, nein, eher folgen wir ihren Spuren, unausweichlich, ein Naturgesetz, wenn man so will. Auch der Bären sei hier gedacht, eines insbesondere, jedenfalls solange er noch halbwegs handlich ist. Und die Katzen, Hamster, Karnickel – ach, für uns Menschen bleibt kaum noch Platz.

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