Von Tag zu Tag : Bahnbrechend

Andreas Conrad sieht eine Alternative zum Weiterbau von BER.

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Wäre vielleicht doch die M-Bahn die Lösung gewesen? Dieses innovative Transportmittel, das vor rund 20 Jahren die Stationen Gleisdreieck und Kemperplatz miteinander verband, doch vorschnell demontiert wurde? Als sie einst aus eigener Kraft den Kopfbahnhof am Tiergartenrand durchbrach, hätte man erkennen können: Sie wollte weiter! Vielleicht sogar bis nach Leipzig, um den dortigen Flughafen an Tegel und Schönefeld–Alt anzubinden und hier überschüssige Fluggäste nach Sachsen zu transportieren, auf die man dort hofft. Doch wären weitere Zielbahnhöfe denkbar, um hiesiges Passagieraufkommen ohne den tollen, leider bis auf Weiteres nicht einsatzfähigen BER-Terminal zu bewältigen. Bei eventueller Wiedereröffnung von Tempelhof, Gatow und den Luftschiffhäfen Staaken und Potsdam genügten wohl bestehende Busse, S- und U-Bahnen, selbst nach Strausberg kommt man auf diese Weise. Aber die weiteren in der näheren Umgebung bereitstehenden Landeplätze wie Schönhagen, Finow, Werneuchen, Saarmund oder Bienenfarm sollten schleunigst, beispielsweise mit der M-Bahn, ans Berliner Netz des öffentlichen Nahverkehrs angeschlossen werden. Man könnte dann sogar auf den Weiterbau von BER verzichten. (S. 10)

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