Von Tag zu Tag : Be on tour

Lothar Heinke möchte, dass Berlin weltberühmt wird

Da können wir uns aber mal wieder mächtig in die Brust schmeißen: Die (umstrittene) Imagekampagne mit dem schönen deutschen Slogan „be Berlin“ verlässt ihren Kiez, die Region, ja, ganz Deutschland, und springt übern großen Teich nach Amerika. Unter dem machen wir’s ja nicht, und so erfahren die New Yorker nächste Woche bei „Berlin Days“, was hier gerade so läuft. Designer, Filmleute und Künstler wollen ihresgleichen treffen, es gibt eine Modenschau und Berlin-Filme. Und dann sollen die Amerikaner auch noch ein paar Dominosteine bemalen, die dann am 9. November, wahrscheinlich unter den Klängen der 9. Sinfonie, umgeschnipst werden. Berlin sei „the place to be“, das sollen die Völker der Welt erfahren, dafür ist uns nichts zu teuer. Drei Millionen Euro hat der Senat für die diesjährige Auslandskampagne eingeplant, vielleicht kommen wirklich noch ein paar amerikanische Touristen mehr, wer weiß? Weitere Stationen für die Angeberei in eigener Sache sind Istanbul und Kopenhagen. Die haben es ja auch wirklich nötig. Und was ist, bitte, mit Nordkorea?

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