Von Tag zu Tag : BER-Basar

Bernd Matthies hat ein paar Ideen zur Lärmbekämpfung in Schönefeld.

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Wer das mit dem Flughafen BER bisher schon schwierig fand, der wird umlernen müssen: Schwierig kommt erst noch. Denn seit Matthias Platzeck entdeckt hat, dass an jeder Landebahn und jeder ruhigen Randminute kostbare Wählerstimmen hängen, hebt ein Feilschen um Details an, das langsam ins Groteske lappt. Man könne die Landebahnen abwechselnd nutzen, heißt es, damit die Leute eine Woche lang den Krach hier haben und die andere Woche dort. Wochentags könne der Pilot ein wenig weniger, am Wochenende ein wenig mehr abknicken, heißt es auch.

Und dann sind da ja noch die Flugverbotszeiten, über die bald basarmäßig gefeilscht wird – ein Kompromiss könnte darin liegen, Flüge zwischen 22 Uhr 37 und 5 Uhr 50 zu verbieten und am Sonntag außerdem während der Gottesdienste. Und wie wäre es mit einer fahrbaren Landebahn, die immer dorthin geschoben wird, wo gerade die wenigsten Wähler wohnen? Auf das Geld kommt es auch nicht mehr an. Die beste Idee, das zeichnet sich ab, ist eine ganz alte: Wir ziehen die Flieger leise nach Leipzig und lassen sie dort starten. Dann kann Platzeck noch ewig Ministerpräsident bleiben (Seite 15).

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