Von Tag zu Tag : Berlin kann von München lernen? Ach, bitte!

Bernd Matthies begrüßt den neuen Zoochef in der Stadt und fahndet da unten im Süden gleich nach weiterem Fachpersonal.

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Hey, er will die Eisbärn sehen ... aber nicht mehr in München: Andreas Knieriem wird Zoochef in Berlin.
Hey, er will die Eisbärn sehen ... aber nicht mehr in München: Andreas Knieriem wird Zoochef in Berlin.Foto: promo/dpa/Paschrak/Tierpark Hellbrunn

Von München lernen? Ach bitte. Wie man ein anständiges Oktoberfest inszeniert, wie man einen Flughafen nach langen Jahren auch tatsächlich eröffnet, wie man das Großstadtsein ein wenig herzlicher gestaltet – solche Sachen. Insofern ist zu begrüßen, dass der neue Zoodirektor aus München-Hellabrunn kommt, auch wenn er sich große Meriten zuvor vor allem mit der Rettung des Zoos Hannover erworben hat.

Auch Zoos wursteln längst nicht mehr einfach so vor sich hin, sondern unterliegen einem internationalen Ranking, wie Universitäten oder Restaurants. Der fachlich zuständige Papst heißt Anthony Sheridan, kommt aus England und hat München in diesem Jahr hinter Wien, Leipzig und Zürich auf den vierten Platz in Europa hochgestuft: „Hellabrunn wusste, wo die Probleme lagen – und hat es glänzend verstanden, diese zu lösen.“

Damit wäre auch gleich glänzend formuliert, was Berlin braucht – einen, der Probleme erkennt und entschlossen löst. Falls es von dieser Sorte drunten noch mehr gibt, möchte er sich bitte melden, der Bedarf ist groß. Aber wir nehmen erstklassige Experten notfalls auch direkt aus Hannover.

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