Von Tag zu Tag : Der von hier

Matthias Oloew freut sich, dass Barack Obama quasi Berliner ist

Matthias Oloew

Irgendwie hatten wir das doch schon immer gespürt. Barack Obama, deutscher Sympathieträger im bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlkampf, ist einer von uns. Lassen Sie sich nicht von seinem Teint in die Irre leiten – zu knapp fünf Prozent ist Obama Deutscher. Das jedenfalls hat das „Zeit Magazin“ ausgerechnet als es herausfand, dass ein Ururururururgroßvater Obamas 1749 mit seiner Frau aus dem elsässischen Ort Bischweiler nach Amerika ausgewandert ist. Lassen wir mal die historischen Details unbeachtet, dass es damals noch keinen deutschen Nationalstaat gab, das Elsass auch nur in der Zeit von 1871 bis 1918 zu Deutschland gehörte und der Ort heute Bischwiller heißt und in Frankreich liegt, so ist unbestritten, dass er deutsche Wurzeln hat. Denn: Weitere Spuren seiner Ahnen verlieren sich im Heilbronn des Jahres 1616. Und von da ist es ja nur noch ein Katzensprung bis nach Berlin. Jedenfalls von Amerika aus gesehen. Nicht ausgeschlossen, dass einer seiner Vorfahren womöglich bei der Gründung unserer Stadt dabei war. Also kann niemand mehr als er mit Recht die historischen Worte wiederholen: „Ich bin ein Berliner!“

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