Von Tag zu Tag : Die Wahl-Ampel steht nun auf hellgrün

Die Wahlsoftware macht noch immer Probleme. Die Ampel für den Status der Problemlösung kennt nun eine neue Farbe - die soll alles weniger schlimm aussehen lassen. Ulrich Zawatka-Gerlach erklärt den neuesten Berliner Ampel-Unsinn.

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Probleme bei der Wahl-Software - eine neue Ampelfarbe soll nun alles schöner aussehen lassen.
Probleme bei der Wahl-Software - eine neue Ampelfarbe soll nun alles schöner aussehen lassen.Foto: picture alliance / dpa

Unser Senator für sicheren Verkehr, Frank Henkel, hat eine neue Ampelfarbe erfunden: Hellgrün! Es geht voran, soll das heißen, auch wenn noch nicht alles in Sack und Tüten ist. Es könnte immer noch, aber es muss nicht mehr schiefgehen. Gemeint ist die Vorbereitung der Wahl in Berlin am 18. September, Technik und Software spielten so verrückt, dass die Landeswahlleiterin Petra Michaelis-Merzbach Alarm schlug.

Es dauerte zwar etwas, aber dann verstanden die zuständigen Senatsbehörden die Signale und schalteten aus dem Ruhemodus um in tätiges Handeln.

16 Mal Gelb und zwei Mal Grün

Um den Status der Probleme und deren Lösung zu dokumentieren, wurde ein Ampelsystem etabliert. In der Pilotphase, vor einer Woche, gab es noch 16 Mal Gelb und zwei Mal Grün. An diesem Montag wäre das frohe Farbenspiel immer noch 3:15 ausgegangen, aber das hätte einen viel zu BER-mäßigen Eindruck gemacht.

Also wurde entschieden, das eher fortgeschrittene Gelb in eine helles, freundliches Grün umzuwidmen. Let’s go and see! So sieht die neue Ampelliste des Landesamts für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten doch schon viel freundlicher aus. Es sind abgestufte Signale der Hoffnung, die auf die Wähler in Berlin positiv ausstrahlen sollen – liebe Leute, ihr dürft am Wahltag wählen. Sehr wahrscheinlich jedenfalls.

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