Von Tag zu Tag : Druck im Kessel

Bernd Matthies über die neue Offenheit der Debatte in der GEW

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Alles nichts Neues. Neu ist nur, dass die Erfahrungen von vielen Berliner Schulhöfen nicht länger im gutmenschlichen Schweigekartell versickern, sondern offen debattiert werden. Dass sogar die GEW nun eine Veranstaltung zur „sogenannten Deutschenfeindlichkeit“ organisiert, zeigt, wie groß der Druck im Kessel ist. Hier reden nicht irgendwelche Dumpfdeutschen über ihre Vorurteile, sondern jene, die ganz vorn miterleben, was wirklich schief läuft: Mobbing gröbster Art gegen „Schweinefresser“, Juden, Amerikaner.

Es handelt sich ganz offensichtlich um Einzelfälle, und zwar so viele, dass sie sich nicht mehr als Einzelfälle verharmlosen lassen. Und die Angst ist keine ausländerfeindliche oder rassistische Projektion, sie richtet sich nicht gegen friedliche Vietnamesen oder Kasachen, sondern bezieht sich ausschließlich auf den muslimischen Kulturraum. Ein Schulleiter macht offen die Hetze „bestimmter Moscheevereine“ verantwortlich für die Situation – das sollte aufschrecken. Denn dann genügt es nicht,den Lehrern im grünen Neusprech „interkulturelle Kompetenz“ abzuverlangen. Darauf haben radikale Islamisten gerade noch gewartet.

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