Von Tag zu Tag : Duft des Friedens

Stephan Wiehler gönnt es der Polizei, auch mal durchatmen zu können

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Die Berliner Polizei hat es nicht leicht. Die Hauptstadt der Verrückten gönnt ihnen keine Pause, an Momente der Muße ist nicht zu denken. Dauernd sind Feuerteufel oder Verkehrsrowdies zu jagen, betrunkene Minderjährige aufzulesen oder Hochzeiten von Großfamilien zu befrieden.

Doch in der Nacht zu Sonntag zog im Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke offenbar ein besänftigender Geist des Friedens ein. Während auf dem Vorfeld des Flughafens Tempelhof Zehntausende zum Summer Rave zusammengeströmt waren und sich in Ekstase tanzten, entspannte sich im benachbarten Zentrum der Verbrechensbekämpfung der Ernst der Lage auf wundersame Weise. Alle seien gut gelaunt, sagte der Sprecher des Lagedienstes, draußen werde fröhlich gefeiert, und drinnen breite sich der hereinströmende Cannabisduft aus. Die Veranstaltung verlief ohne ernsthafte Zwischenfälle. Und die Beamten konnten einfach mal durchatmen.

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