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Ulrich Zawatka-Gerlach wünscht Tempelhof eine glänzende Zukunft

Ulrich Zawatka-Gerlach

Die Freunde Tempelhofs müssen nicht traurig sein. Auch wenn sie die Schließung des Flughafens mit einem Volksentscheid nicht verhindern können, haben sie doch einiges bewegt. Sie haben den Senat so lange in den Hintern getreten, bis jetzt endlich ein Nachnutzungskonzept vorgelegt wurde, das einen passablen Eindruck macht.

Der Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit hatte bisher nämlich kein Interesse, die verheißungsvolle Zukunft des Tempelhofer Feldes näher zu beschreiben. Und er hätte das gern noch hinausgeschoben, damit Bundesfinanzminister Peer Steinbrück nicht auf die Idee kommt, seinen Anteil am Tempelhofer Feld doch zu behalten. Angefeuert vom Knauserkopp Sarrazin wollte der Regierende so tun, als seien 386 Hektar Flughafengelände in guter City-Lage nicht mehr wert als ein Stückchen Lüneburger Heide. Eine Brache in der Stadt, die Berlin vom Bund gratis haben kann. Aber so etwas wollen die Berliner nicht mehr. Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten so viel urbane Ödnis erleiden müssen, dass sie nun überall ökologisch verträglichen Glanz erwarten. Zurecht. Auch in Tempelhof. Ready to take off! (Seite 16)

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