Berlin : Von Tag zu Tag: Facts zur Kaffeebrech

Bernd Matthies

Das ist, Mensch, ich bin noch ganz außer Atem, also, wenn Sie dagewesen, nein, das ist ehrlich, ich sage nur: kuhl. Superkuhl, wenn Sie verstehen, was ich . . der Hammer überhaupt. Kaffee! Bzw: Koffie. Also, Coffee, auf englisch, können Sie doch, oder was?

Was an Koffie so kuhl sein soll? Keine Ahnung. Aber lassen wir die Original-Pressemitteilung zu Wort kommen, die man heute unter Profis natürlich "Fact Sheet" nennt; wer dabei an Exkremente denkt, gibt sich als hoffnungslos gestrig zu erkennen. Unter der Überschrift "Sink into a cappuccino ..." meldet man uns also die Eröffnung einer Bar: "Metropolesque CoffeeBar, ein idealer Treffpunkt für Frühstück, zur Coffeebreak oder nach Feierabend". Was immer diese Coffeebreak sein mag, sie hat offenbar ein "Imageplus bei jüngeren Verbrauchern" zur Folge, zumal es hier nicht etwa um das treudeutsche Draußen-nur-Kännchen geht, sondern um ein breites Angebot - man könnte sagen: Package - bis hin zum "trendigen Flavored Coffee". Und, noch besser, das alles wird einem nicht einfach so hingeknallt, sondern dicht verpackt zum Mitnehmen, "to go", wie der trendige Kaffeebrecher sagt, auf Deutsch auch "zum Weglaufen".

Hatten wir schon das Health Food und die Baked Potatoes erwähnt, zubereitet unter dem Motto "Drink & Dine" vom "zweitgrößten Player auf dem deutschen Catering-Markt"? Nicht mehr nötig: Für die Ernennung zur dussligsten Pressemitteilung des Jahres reicht es auch so. Wenn Sie jetzt Lust auf eine Coffeebreak verspüren: Die metropolesque CoffeeBar liegt in der Cook Street in Börrlin-Centre.

Das ist alles kalter Kaffee? Klar. Aber trendig geflavored!

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