Von Tag zu Tag : Falscher Ruck

Bernd Matthies steht der Iga 2017 ziemlich kritisch gegenüber.

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Die Buga 1985 war gut für Berlin, weil die Mauerstadt damit einen schönen, großen Park bekam. Der ist auch aus der Nachwende-Sicht noch schön, aber niemand wird behaupten können, dass er Britz eine touristische Infrastruktur geschenkt hätte, von ein paar großen Parkplätzen einmal abgesehen. Dort erholen sich die Berliner und kaum jemand sonst.

Deshalb klingen auch die Beschwörungen ziemlich hohl, Marzahn werde durch die Iga 2017 eine dauerhafte touristische Aufwertung erleben. Denn der Bezirk hat ja schon die schönen, aufwendig gestalteten „Gärten der Welt“, die mit ihrer Umgebung und den verkehrstechnischen Gegebenheiten einigermaßen im Einklang sind; dass dort 13 Hektar Brachfläche für eine Erweiterung angekauft wurden, war die richtige Entscheidung für eine behutsame Weiterentwicklung des Konzepts.

Nun soll alles mit einem internationalen Ruck geschehen – aber warum? Nur weil der Flughafen Tempelhof einen anderen Weg beschreitet und die Verträge weiter in der Luft hängen? Auch angesichts der offenkundigen Folgekosten sollte über diese Iga noch einmal kritisch nachgedacht werden.

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