Von Tag zu Tag : Geflügelte Orte

Stefan Jacobs sieht Bewegung in der Flughafendebatte.

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Der größte Murks am Möchtegerngroßflughafen BER ist der Brandschutz, aber der allergrößte sein Standort. Doch da zeichnet sich Bewegung ab, wenn man die Nachrichten des Wochenendes mit Fantasie kombiniert: Der frühere Senatsbaudirektor Stimmann berichtet von alten Plänen für einen Flughafen am Zoo (Seite 8). Dann hätte die City West endlich wieder ihre Fernverbindungen zurück – und das sowohl trotz als auch mit Mehdorn. Allerdings ist der Hardenbergplatz auch nach der überfälligen Neugestaltung als Landebahn zu kurz und die Riesenradbrache wegen ihrer Trapezform eher für Hubschrauber geeignet. Im Legoland am Potsdamer Platz wird der Flughafen zwar voraussichtlich pünktlich fertig (Seite 9), aber dort können nur Maschinen im Maßstab 1:60 landen, was die Beinfreiheit stark einschränkt. Bleibt als beste Alternative der Spreewald, wo die „Tropical Islands“-Manager den alten Russenflugplatz neben ihrer Südseekonserve reaktivieren wollen (Seite 11). Der Standort wäre perfekt: Startbahn schon da, Anwohner weit weg, Autobahn vor der Tür. Nun muss nur noch jemand Räder unter das BER-Terminal setzen und das vermaledeite Ding ein Stück die A 13 runterschieben. Absurd? Beim alten Kaisersaal ging’s doch auch.

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