Von Tag zu Tag : Geht auch ohne

Bernd Matthies erklärt die Vorzüge des nächsten BVG-Streiks

Bernd Matthies

Oh, während der Berlinale zeigt sich Berlin von seiner besten Seite, nicht wahr? Nun war es so, dass die Leute aus Hollywood, geprägt durch den dort anhängigen Autorenstreik, sich in Deutschland unwohl gefühlt haben: Streikt denn hier keiner? So ging das natürlich nicht weiter. Deshalb also werden die BVG-Beschäftigten demnächst wieder ihre Muskeln spielen lassen. Nützlicher Nebeneffekt: Auf den Busspuren bleibt Platz, gut für die diversen Prominententransporter.

Im Grunde können auch fast alle anderen glücklich sein über den Streik: Die Taxifahrer, weil viel Geld reinkommt, der Finanzsenator, weil viel Geld drinbleibt, die Anwohner, weil ihnen Abgase und Lärm erspart werden. Im Grunde leiden nur ein paar unverbesserliche Nörgler, die von Mobilität reden und womöglich den Fehler begangen haben, sich eine nun partiell nutzlose Monatskarte aufschwatzen zu lassen.

Aber das sind sicher nur Übergangsprobleme. Wir werden sehen, dass es auch ohne BVG geht, und das ist perspektivisch wichtig. Denn nach dem Streik hat der Betrieb garantiert wieder einen Haufen störende Kunden weniger.

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