Von Tag zu Tag : Glasklar

Klaus Kurpjuweit glaubt nicht an die Wunderscheibe in den BVG-Bussen

Klaus Kurpjuweit

BerlinDonnerwetter, die BVG und der Senat wollen die Busfahrer besser vor schlagenden Mitfahrern schützen. Eine Scheibe soll’ s richten – und die BVG soll’s zahlen. Und die holt sich am Ende das Geld vom Fahrgast zurück. Solche Entscheidungen trifft der Senat gern. Er will auch, dass die BVG sich Gedanken macht, wie man die Fahrer in eine noch besser schützende Kabine packen kann, die dann sicher auch wieder von der BVG – und den Fahrgästen – bezahlt werden dürfte. Vor Schritten, die Geld kosten, drückt sich der Senat. So hat er akzeptiert, dass die BVG, um ihr Defizit einigermaßen ausgleichen zu können, das Personal von den U-Bahnhöfen abgezogen hat. Durch seine Sparvorgaben hat er die Polizei dazu gebracht, gemeinsame Streifen mit BVG-Beschäftigen abzuschaffen. Und er hat im Verkehrsvertrag mit dem Unternehmen nicht vereinbart, dass nachts Begleitpersonal mitfährt, weil dies Geld aus dem Landeshaushalt gekostet hätte. Ja, Scheiben können schützen; wenigstens etwas. Ob sich Fahrer damit wirklich sicherer fühlen, wird man sehen. Mehr Sicherheit kostet mehr Geld. Das sollten die Fahrer – und die Fahrgäste – dem Senat auch wert sein.

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