Von Tag zu Tag : Gruppengackern

Gunda Bartels geht zum Lachen nach draußen.

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Geplantes Lachen ist wie geplantes Betrinken – einfach nur zum Heulen. Das denken jedenfalls jene sauertöpfischen Gesellen, die sich immer noch weigern, bei der weltumspannenden Lach-Yoga-Bewegung mitzumachen. Deren gut gelaunte Mitglieder begehen unter Führung eines indischen Arztes seit 1998 am 6. Mai den Weltlachtag, angeblich in 70 Ländern, hierzulande organisiert in 150 Lach-Klubs. Und ja, auch im miesepetrigen Berlin, wo es bekanntlich nüscht zu lachen gibt. Hier zieht die Initiative „Hauptstadt lacht“ an ihrem heutigen Feiertag aufs Tempelhofer Feld, um zwischen 12 und 15 Uhr für Weltfrieden und Volksgesundheit zu gackern. Lachen ist gesund, das wissen nicht nur Yogis, sondern auch der Volksmund. Also, Schluss mit dem Nölen und ran an den Selbstversuch. Gleich morgens im Bad vor den Spiegel stellen. Der Querstrich in der Mitte vom Kopf ist der Mund. Jetzt mal vorsichtig die Muskeln unter den Augen hochziehen und schon wird aus dem Strich ein Halbkreis. Lustig, wie? Lächeln nennt man das. Und jetzt halten, halten. Erst eine Runde durchs Haus drehen – Hund, Kinder, Frau werden verblüfft sein – und dann ab aufs Tempelhofer Feld.

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