Von Tag zu Tag : Gut gestrampelt

Die Berliner Wasserbetriebe, die BVG und die BSR haben in einem Wettkampf getestet, wessen Mitarbeiter am meisten Rad fahren. Unser Autor ist voller Bewunderung.

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Die größten Taten der Menschheit? Dazu fällt jedem etwas ein. Zum Beispiel die Erstbesteigung des Mt. Everest, die Eroberung des Südpols, Lilienthals erster Luftsprung, die Mondlandung, vielleicht auch die Erfindung des Buchdrucks, der Currywurst – oder des Rades. Letzteres ersann man schon vor Jahrtausenden, bis zur Erfindung des Fahrrades im frühen 19. Jahrhundert dauerte es dann noch eine ganze Weile. Doch so essentiell für den Fortschritt des Menschengeschlechts all das auch war – vergessen wir nicht die heroischen Taten der Gegenwart, wie sie etwa die Berliner Wasserbetriebe jetzt verkünden konnten: Gegen die personalstärkeren Betriebe BVG und BSR waren sie angetreten und verwiesen sie dennoch, wie es hieß, „auf die Plätze“. Nun würde das nicht weiter überraschen, ginge es um Schwimmen oder Paddeln, aber nein, die Wasserwerker siegten strampelnd auf Rädern und erhalten nun den erstmals ausgelobten Berliner Betriebe-Pokal. Zwei Monate lang haben die Beschäftigten alle auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit geradelten Kilometer in Fahrtenbücher eingetragen und zusammengezählt, kamen so insgesamt auf 319 087 Kilometer, was in etwa achtmal um die Erde wäre. Aber was sind die absoluten Leistungen gegenüber den relativen: Denn bei den geradelten Kilometern pro 1000 Mitarbeiter lagen die Wasserbetriebe mit 26 430 klar in Führung. Da waren BSR und BVG wohl platt.

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