Von Tag zu Tag : Kirche für alle

Claudia Keller freut sich über ökumenische Zeichen am Breitscheidplatz.

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Die Reformation war ein Ereignis, über das sich Katholiken bis heute nicht so recht freuen mögen. Das wissen die Protestanten und wollen das 500. Jubiläum von Luthers Rebellion 2017 dennoch partout nicht allein feiern. Die Katholiken sollen mitmachen. Bloß wie? Darüber wird auf Kirchenleitungsebenen viel diskutiert, lamentiert und konzipiert. Die Jesuiten vom Canisius-Kolleg gehen die Sache pragmatisch an: Sie feierten am gestrigen Reformationstag einen festlichen Gottesdienst in der evangelischen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Anlass war die Verabschiedung eines Paters.

Warum auch nicht? Der Weg vom Canisius-Kolleg in der Tiergartenstraße zum Breitscheidplatz ist kurz. Deshalb feiern die Canisianer seit Jahren dort ihre Schulgottesdienste. Das ist praktisch und man kann auch noch Zeichen setzen. Man versuche, den Schülern den „Reichtum“ beider Konfessionen zu vermitteln, sagt der Rektor des Kollegs. Und die Pfarrer der Gedächtniskirche freuen sich über so viel „bereichernde ökumenische Gemeinschaft“. Liebe Kirchen, lasst das Volk an der Basis machen, dann wird das schon mit 2017!

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