Von Tag zu Tag : Klimakiller

Andreas Conrad erinnert an den traditionsreichen Beruf des Schränkers

Die Berufsbezeichnung „Schränker“ ist etwas aus der Mode gekommen. Falls jemandem das Wort völlig unbekannt ist: Schränker waren Männer, die unbefugt mit schwerem Gerät einem Geldschrank zu Leibe rückten, um sich in den Besitz seines Inhalts zu setzen. Kulturhistoriker streiten noch immer darüber, ob in diesem Metier der größte Ruhm vom Schränker in „M – eine Stadt sucht einen Mörder“ alias Gustaf Gründgens angehäuft wurde oder doch eher von der Panzerknackerbande in Entenhausen. Wie auch immer, der Beruf kommt, nicht erst seit der Bankenkrise, aus der Mode, und das ist schon ökologisch betrachtet gut so. Man bedenke die ökologische Belastung durch die früher eingesetzten Schneidbrenner und Fluchtautos. Die jetzt in der Potsdamer Straße eingesetzte Methode ist dagegen praktisch emissionsfrei, leistet in keiner Weise dem Klimawandel Vorschub. Die erst ausgespähten, dann ausgeplünderten Bankkunden wird das nur wenig trösten, sie werden sich nur weiter ärgern, dass sie beim Eingeben der Geheimzahl diese nicht abgedeckt haben. Allerdings, wer kann schon blind tippen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben