Von Tag zu Tag : Kühler Kopf

Christian van Lessen tritt die Flucht vor der Hitze an.

Christian van Lessen

Was macht’s, ob es nun heute 36, 37, 38 Grad werden? Behalten wir kühlen Kopf, es gibt genug Möglichkeiten, mitten in der Stadt der Hitze zu entfliehen. Eine Autofahrt durch den recht leeren Tiergartentunnel ist – Geheimtipp – bei heruntergelassenen Scheiben ein frisches Vergnügen, der Fahrtwind pfeift herrlich um die Ohren. Das lässt sich beliebig bis zur Schmerzgrenze wiederholen. An der Strecke liegt das Museum für Naturkunde, das – wie weitsichtig – auch am Montag geöffnet hat und eine gewisse Kühlheit und vielleicht gar kalte Saurier-Schauer verspricht. Auch unter diversen Brücken an Spree und Landwehrkanal dürfte es heute angenehm temperiert sein, selbst unter den üblen Yorckstraßen-Brücken. Aber so tief wollen wir der Frische halber nicht sinken. Nehmen wir U-Bahnstationen: Da weht ein sommerfrisches Lüftchen. Lässt sich aushalten, wenn man nicht U-Bahn fahren muss. Wir könnten auch den Hauptbahnhof empfehlen, der wie ein angekühltes Ufo in heißer Landschaft steht. Wenn’s uns dort langt, nehmen wir eines der überdachten Velotaxis vorm Bahnhof und lassen, kühl wie wir sind, andere für uns strampeln. Cool.

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