Von Tag zu Tag : Mal ohne

Bernd Matthies verabschiedet sich von einer umstrittenen Kampagne.

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Bierberlin? Bieberlin? Ach so: Be Berlin. Irgendwie hat man sich dran gewöhnt. Aber wird nun was fehlen, wenn die Image-Kampagne weitgehend ausläuft? 1,3 Millionen Haushalte haben damals eine Broschüre ins Haus bekommen, heißt es beim Senat, wo mögen die jetzt sein? Vermutlich längst via Altpapiercontainer zu neuen Behördenbriefen gemacht. Die sind nämlich wichtig, und viele Empfänger werden sich in den letzten Jahren darüber gewundert haben, dass ihnen auf giftigen Finanzamtsschreiben und Bußgeldbescheiden ein fröhliches „Be Berlin“ entgegenlächelte, und das vermutlich mehr als 1,3 Millionen Mal. Dort wird es nicht fehlen.

War die seltsame Kampagne nun ein Erfolg? Das Bild von Berlin habe sich drinnen wie draußen positiv entwickelt, heißt es. Das kann an der Kampagne liegen oder auch nicht. Möglicherweise wäre die Lage ohne „Be Berlin“ ja viel besser? Klingt unsinnig, ist aber auch kaum zu widerlegen. Vielleicht sollte die Stadt einfach mal ausprobieren, wie attraktiv sie ohne Imagekampagne ist. Und fürs Geld noch ein paar Lehrer einstellen.

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