Von Tag zu Tag : Millionen her!

Klaus Kurpjuweit freut sich darüber, dass die Uferbahn weiterfahren darf

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Wer knapp 20 Millionen Euro geschenkt bekommt, wird das Geld gewiss sofort einstecken. Oder? Nun, ausgerechnet die hoch verschuldete BVG hat sich bis heute nicht dazu entschließen können und lässt Fahrgäste und auch den Senat bei der Zukunft der Straßenbahn nach Schmöckwitz weiter zappeln. Schlappe 20 Millionen Euro soll es kosten, die Gleise der Uferbahn zu sanieren, deren Strecke zu den schönsten in Deutschland zählt und häufig sogar in Reiseführern als lohnendes Ziel empfohlen wird. Dummerweise steigen aber trotzdem zu wenig Fahrgäste in die Bahnen, so dass der Betrieb hoch defizitär ist. Deshalb hatte die BVG lange gezögert, die Gleisbauer anrücken zu lassen. Nun will aber der Senat die gesamten Sanierungskosten übernehmen, was gut ist.

Straßenbahnen, für die in anderen Städten Netze neu oder ausgebaut werden, stillzulegen, wäre nämlich fatal in einer Stadt, die Vorreiter im Umwelt- und Klimaschutz sein will. Gut ist deshalb auch, dass der Aufsichtsrat der BVG jetzt endlich bereit ist, das Geschenk anzunehmen. Wenn auch reichlich spät. Gute Fahrt, Uferbahn. (Seite 10)

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